es ist einiges passiert und wie einige schon wissen, bin ich auch wieder wohl auf im schönen bärlin angekommen. jedoch möchte ich euch nicht meine schönen bilder des geburtstags und des rumreisen verheimlichen...desdawegen gibts nun nen nachtrag der letzten wochen im schönen aussielande...in der hoffnung ihr lest es trotz verzögerung und langer pause!
los gehts:
Im märz habe ich mit lieben freunden meinen geburtstag gefeiert. am späten vormittag trudelten alle bei uns in der wg ein und es wurde gebruncht. ja, eigentlich was total untypisches für die aussie-kultur, aber ich hatte den drang nach was typisch heimatlichem... bbq schön und gut... . es wurden so viele leckereien mitgebracht, wo es uns schon fast schwer fiel wirklich alles ratzepatze leer zu futtern. aber über den tag hinweg haben wir es fast geschafft. es wurde viel gelacht, gequatscht und gechillt. unter anderem nachm ausgiebigen volleyballmatch auf ner wiese um die ecke. begleitet wurde das chillen von toller gitarrenmucke von omar und tollstem sonnenschein. zu später stunde ging es nach newtown zum feiern und cocktail schlürfen. rundum ein fantastischer und gelungener geburtstag.



nachdem ich meine arbeit fertig hatte, alle leute der uni verabschiedet wurden und ich aus der schönen wohnung mit blick aufs meer ausgezogen bin, ging es in den urlaub, um weitere traumhafte ecken des schönen kontinents zu erkunden.mit holger, vicky und bo ging es für zwei wochen nach Darwin, in den Kakadu National Park und in den Litchfield NP. Am Flughafen angekommen (nachts um eins) begrüßte uns eine luftfeuchtigkeit von über 80% und eine Lufttemperatur von 31°C. Es war einfach unglaublich, dass vier stunden flug in den norden uns in eine ganz andere klimazone gebracht haben. die ersten tage (und eigentlich die gesamte zeit) viel es uns unheimlich schwer uns an die schwüle zu gewöhnen. In darwin konnten wir uns immer wieder in geschäften von viel zu kalt eingestellten klimaanlagen abkühlen lassen, aber als es in den "urwald" rausging, hatten wir nicht mehr so viele möglichkeiten uns abzukühlen... das "tor zu Asien", wie Darwin oft genannt wird, hat 115.000 einwohner (meist aboriginis, asiaten und australier)und wurde oft in seiner jungen geschichte zerstört. als nördlichste stadt australiens und küstenlage waren 3 große Zyklonen (die letzte 1974) die ursache für 70%ige zerstörung der häuser. viele einwohner verließen die stadt und kehrten nie wieder zurück. während des zweiten weltkrieges wurde darwin von den japanern fast vollständig zerbombt. das bedeutet es ist, wie in vielen australischen städten, kein uriger stadtkern zu finden...alles ist sehr schlicht gehalten. viele wohngebiete an einander gereiht und doch gibt es die mitchell st, auf der sich einheimische und urlauber zum bier und steakessen treffen. abends kann es schon etwas unheimlich werden, da an vielen häuserecken bettelnde und betrunkene aboriginis stehen und dich beim vorbeilaufen anfassen und anpöbeln. nach einer solchen szene waren wir sehr erschrocken und haben lange über das integrieren der aboriginis in die nun bestehenden strukturen gesprochen. leider haben die australier das problem bis jetzt nicht lösen können und es ist uns noch häufiger im urlaub der extreme unterschied zwischen ureinwohnern und zugereisten aufgefallen.
nun zurück zum urlaub. wir sind mit leihauto zunächst in den kakadu NP gefahren. Dort haben uns wunderschöne noch teilweise überflutete gebiete, aboriginimalereien, salzwasserkrokodile und ganz viele mücken willkommen geheißen. am frog damn gab es wunderschöne vögel, die im flachen wasser rumstolziert sind und kleine fische gefangen haben. es war toll alles von so nah beobachten zu können.




In Ubirr hatten wir atemberaubende aussicht über die sumpfgebiete zum alligator river. es sah alles aus wie in afrika...also nich, dass ich da schon mal gewesen bin, aber genau so stell ich es mir vor. grüne frische savannen mit ab und zu kleinen baumgruppierungen und dazwischen stapfen elefanten und giraffen lang. schade, das bei uns nur viele mückenschwärme aufgekreuzt sind...aber trotzdem einfach umwerfend schön. an den felsen haben wir spuren von aboriginimalereien gefunden, die unterschiedliche tiere, geschichten vom fischfang und vom ersten bootsbau zeigten. weiter richtung süden des nationalparks haben wir die chance gehabt die gefürchteten wasserungeheuer, salzwasserkrokodile, zu sehen. die machen es sich jede regensaison in den süßwasser flüssen bequem und sind für attacken an menschen verantwortlich. sie sind bis zu 7 m lang, sehr aggressiv und lieben frisches fleisch. ihre verwandten, die süßwasserkrokodile, sind dagegen sehr schüchtern und scheu, kaum zu sehen und vegetarier (hab ich mir jedenfalls so gemerkt). das heißt, wir konnten uns sicher sein, wenn wir einem krok über den weg laufen, dann kann es eigentlich nur ein salzwasserkrok sein. also sind wir mit unheimlichen respekt auf die yellow water cruise gestiegen und haben uns auf das gefährliche gewässer gewagt. und es war toll! unsere kapitänin hat uns viele unbekannte vogelarten gezeigt, geschichten über die natur und das leben der aboriginis erzählt und uns dann die versteckten kroks gezeigt...



In Katherine angekommen haben wir uns einen luxuscampingplatz mit zwei großen swimmingpools gegönnt und sind gleich zwei tage geblieben. es war so erholsam im schatten zu chillen, sich im pool abzukühlen und länger als um halb acht wach zu bleiben. ja richtig gelesen. die wenigen male die wir wild gecampt haben, sind wir gegen halb/um acht acht in die zelte gegangen, denn es wurde dunkel und mit der schwülen feuchten luft kamen tausende von mücken. uns war es aber zu warm, um lange sachen anzuziehen und so den mückenstichen zu trotzen, und somit mussten wir ins zelt.
in der stadt gibt es die school of air, die wir uns von einer sehr freundlichen und interessierten lehrerin erklären und zeigen lassen haben. die schule besitzt nur wenige klassenräume von denen aus unterricht für kinder, die in vielen nicht erreichbaren gebieten (durch die regenzeit von der außenwelt abgeschlossen, auf Rinderfarmen leben oder nur in einem kleinen dorf zu weit weg, um in die stadt zu fahren) des northern territory´s gehalten wird. jeder schüler bekommt hausaufgaben zum selbststudium auf und einige werden dann beim anruf der lehrerin kontrolliert oder vorgestellt. es gibt einmal in der woche eine konferenzschaltung mit den schülern einer klasse, in der dann zusammen ergebnisse präsentiert werden und gesungen wird. wir fanden es alle sehr spannend vorallem vicky und bo, die grundschullehramt studiert haben.
im litchfield NP haben wir einen wasserfall nach dem anderen gesehen, die zum Glück alle in kleine Seen gemündet sind, sodass wir gefahrlos schwimmen und uns abkühlen gehen konnten. Sobald es Flüsse sind, ist es innerhalb der Regensaison und noch ein paar Monate danach, strengstens untersagt baden oder einfach zu nah ans Ufer zu gehen. Grund? dreimal könnt ihr raten: die krokodile! es waren an verschiedenen stellen warnschilder, wie das gelbe aufgestellt, um die gefahr nochmal in erinnerung zu rufen.



Zurück in Darwin haben wir noch ein paar tage entspannt und unsere letzten gemeinsamen tage zusammen genossen. an einem abend haben wir bekannte von holger zum picknick und sonnenuntergang angucken getroffen und dabei spielte sich dieses spektakel am himmel ab. diese riesen wolken waren einfach großartig! wie süße zuckerwatte die mit sonnenstrahlen verfeinert wurde. =)
WHITSUNDAY ISLAND

Der nächste Trip ging zurück an die Ostküste nach Airlie Beach, wo ich David aus Berlin getroffen habe und wir zusammen nen Segeltrip gemacht haben. 20 Leute, ein Koch und 1 Kapitän auf dem weg um die schönen whitsunday islands und in die nähe des great barrier reefs. drei tolle tage mit nich ganz so hübschen wetter aber dafür mit unbeschreiblich tollen schnorchelgängen. für kurze momente kam die sonne hinter den wolken hervor, sodass wir wunderschöne sicht auf so kunterbunte fische hatten. ich hätte ewig so weiter schwimmen können....beim zweiten mal bin ich jedoch sehr oft von vielen quallen umgeben gewesen und das hat mich so verunsichert, dass ich das schnorcheln gar nicht richtig genießen konnte. dazusagen muss ich, dass es ´zig verschiedene gefährliche quallenarten mit meterlangen tentakeln gibt. meistens sind sie durchsichtig und man sieht sie erst kurz vor der taucherbrille um sich herum schwimmen. klar, der kapitän und bootstypi hat gesagt, dass diese ungefährlich sind, aber trotzdem kann es ja auch mal sein, dass sich ein giftiges tier verirrt. jedenfalls adrenalin pur!

FRASER ISLAND
so und der letzte trip ging mit jill auf fraser island, welche die größte sandinsel der welt ist. ja richtig...die komplette insel besteht aus sand. die pflanzen und bäume können trotzdem leben, da sich unter dem sand eine titanschicht befindet, die das abfliessen des wassers verhindert. desdawegen gibts och in der mitte nen richtigen regenwald mit meterhohen bäumen, lianen und ganz viel ruhe. wir sind mit mehreren leuten und nem guide in nem kleinbus über die ostküste der insel getuckert und haben uns wunderbare flecken erde angeschaut. der sand beinhaltet ganz viele verschiedene metalle und minerale und färbt sich somit in ganz unterschiedliche farbtöne. das schiffwrack stammt aus den 30er jahren als ein luxusliner gestrandet ist. eigentlich sollte er weggebracht werden...allerdings war es zu aufwendig und wurde lieber als hochzeitsaustragungsort und später als schießübungsplatz der armee genutzt.


meine lieben, ihr ahnt es sicherlich schon. nun ist es aus. die feierei hat ein ende. alles wird zusammen gepackt und in sichere kisten verstaut. fotos werden archiviert. gedanken und erinnerungen werden so fest wie möglich im gedächtnis gehalten. eine wunderbare zeit im schönen fernen lande ist zu ende gegangen. gesund und munter bin ich wieder in berlin gelandet. neue aufgaben warten auf mich. habt vielen dank für eure geduld. danke fürs lesen und teilhaben an den schönen unterschiedlichen erfahrungen und erlebnissen. ich hoffe auf ein baldiges und verbleibe mit kusshand!
eure dorothée
